Immer mehr deiner Besucher kommen über das Smartphone, oft direkt aus der Google-Suche. Das macht Pop-ups auf Mobilgeräten zugleich wertvoll und riskant: Ein bildschirmfüllendes Fenster, das die Seite verdeckt, nervt auf einem kleinen Display – und Google sagt seit Jahren, dass es das auch nicht mag. Dieser Leitfaden erklärt, was Google tatsächlich über aufdringliche Interstitials sagt, welche Formate sicher sind und mit welchen Best Practices für mobile Pop-ups du Anmeldungen sammelst, ohne dem Nutzererlebnis oder deinen Suchergebnissen zu schaden.
Was Google über aufdringliche Interstitials sagt
Googles Position geht auf eine Ankündigung vom August 2016 zurück: „Helping users easily access content on mobile“. Darin hieß es, dass Seiten, deren Inhalte für Nutzer aus den mobilen Suchergebnissen nicht leicht zugänglich sind, ab Januar 2017 möglicherweise schlechter ranken.
Der Beitrag nannte drei Beispiele für Techniken, die Inhalte schwerer zugänglich machen:
- Ein Pop-up, das den Hauptinhalt verdeckt, entweder direkt nachdem der Nutzer aus der Suche kommt oder während er sich die Seite ansieht.
- Ein eigenständiges Interstitial, das der Nutzer schließen muss, bevor er zum Hauptinhalt gelangt.
- Ein Layout, bei dem der obere Teil der Seite wie ein eigenständiges Interstitial aussieht und der eigentliche Inhalt nach unten aus dem sichtbaren Bereich geschoben wird.
Außerdem nannte er Beispiele, die bei verantwortungsvollem Einsatz nicht betroffen sind:
- Interstitials aufgrund einer gesetzlichen Pflicht, etwa Cookie-Einwilligung oder Altersverifizierung.
- Login-Dialoge auf Websites, deren Inhalte nicht öffentlich indexierbar sind.
- Banner, die einen angemessenen Teil des Bildschirms einnehmen und sich leicht schließen lassen.
Googles aktuelle Dokumentation, „Avoid intrusive interstitials and dialogs“, folgt demselben Gedanken. Sie beschreibt aufdringliche Interstitials als Seitenelemente, die den Nutzern die Sicht auf den Inhalt versperren, rät davon ab, die gesamte Seite zu verdecken, und empfiehlt Banner, die nur einen kleinen Teil des Bildschirms einnehmen. Zudem weist sie darauf hin, dass aufdringliche Elemente es Suchmaschinen erschweren können, deine Inhalte zu verstehen.
Ist das ein Rankingfaktor?
Googles Dokumentation zur Page Experience nennt „Vermeiden deine Seiten aufdringliche Interstitials?“ als eine der Fragen, die du dir zu deinen Seiten stellen solltest. Sie sagt außerdem, dass es kein einzelnes Page-Experience-Signal gibt, dass die Core Web Vitals von Googles Rankingsystemen genutzt werden und dass andere Aspekte der Page Experience einer Website nicht direkt zu einem besseren Ranking verhelfen.
Die praktische Erkenntnis: Erwarte nicht, dass ein Pop-up allein deine Rankings absacken lässt, aber ignoriere das Thema auch nicht. Ein Pop-up, das den Inhalt blockiert, wegen dem die Leute gekommen sind, ist schlecht für Besucher – und was schlecht für Besucher ist, ist auf lange Sicht meist auch schlecht für die Suche.
Unbedenkliche vs. riskante Formate auf Mobilgeräten
Auf Basis von Googles Vorgaben siehst du hier, wie gängige Pop-up-Formate auf dem Smartphone abschneiden.
Geringeres Risiko
- Eine kleine Leiste oben oder unten, die den Inhalt nicht verdeckt.
- Ein Teaser-Button in einer Ecke, der das Pop-up erst beim Antippen öffnet.
- Ein Slide-in, das einen kleinen Teil des Bildschirms einnimmt und sich leicht schließen lässt.
- Jedes Pop-up, das der Besucher selbst öffnet, zum Beispiel durch Antippen eines Buttons oder Links.
Höheres Risiko
- Ein bildschirmfüllendes Pop-up, das erscheint, sobald jemand aus der Suche kommt.
- Ein zentriertes Pop-up, das den Großteil eines kleinen Bildschirms verdeckt, bevor die Leute überhaupt etwas gelesen haben.
- Ein Pop-up, das sich schwer schließen lässt, mit einem winzigen oder versteckten Schließen-Button.
Die sicherste Regel: Lass die Leute auf Mobilgeräten zuerst den Inhalt sehen, wegen dem sie gekommen sind, und lass sie selbst entscheiden, ob sie etwas Größeres öffnen.
Teaser, Slide-ins und verzögerte Auslöser
Du musst nicht auf mobile Pop-ups verzichten. Du musst nur ändern, wie und wann sie erscheinen.
Teaser
Ein Teaser ist ein kleines, anklickbares Element, etwa „Dreh und gewinn“ in der Ecke des Bildschirms. Nichts verdeckt den Inhalt, bis der Besucher darauf tippt. Tut er das, ist das Pop-up etwas, worum er selbst gebeten hat. In Scratcher kannst du jedem Pop-up einen Teaser hinzufügen und ihn auf bestimmten Geräten ausblenden.
Slide-ins und Leisten
Ein seitliches Pop-up oder eine Leiste oben nimmt nur einen kleinen Teil des Bildschirms ein. Halte es auf dem Smartphone kompakt und sorg dafür, dass sich der Schließen-Button leicht mit dem Daumen treffen lässt.
Verzögerte Auslöser
Statt das Pop-up zu zeigen, sobald jemand ankommt, wartest du, bis er Interesse gezeigt hat:
- Nach einer gewissen Verweildauer, damit die Leute Zeit zum Lesen hatten.
- Nach dem Scrollen, zum Beispiel wenn sie die Hälfte eines Artikels oder einer Produktseite gescrollt haben.
- Per Klick, wenn die Leute auf einen Button oder Link tippen, der das Pop-up öffnet.
Exit-Intent funktioniert über die Mausbewegung und ist daher ein reiner Desktop-Auslöser. Plane für mobile Besucher also einen anderen Auslöser ein.
In Scratcher wählst du für jedes Pop-up die Position (Leiste oben, seitlich, mittig oder Vollbild), den Auslöser und die Geräte, auf denen es erscheint. So kannst du zum Beispiel ein Pop-up als Vollbild-Spiel für Desktop-Besucher und ein anderes als Teaser für mobile Besucher ausspielen. Alle Optionen findest du auf unserer Pop-up-Seite.
Daumenfreundliche Spiele auf Mobilgeräten
Enthält dein Pop-up ein Spiel, muss es mit einem Daumen auf einem kleinen Bildschirm funktionieren.
- Ein Tippen oder ein Wischen. Glücksrad, Rubbellos und Überraschungsbox sind ideal. Heb dir Puzzle und Memory für eine Landingpage auf.
- Große Buttons und Tippflächen. Kleine Kästchen sind schwer zu treffen.
- Ein kurzes Formular. Eine E-Mail-Adresse und ein Einwilligungskästchen reichen oft. Die passende Tastatur für jedes Feld hilft ebenfalls.
- Lesbarer Text ohne Zoomen.
- Ein jederzeit sichtbarer Schließen-Button.
Das Team von Andel Energi bringt es auf den Punkt: „Die Mehrheit der Nutzer interagiert mobil mit unseren Kampagnen. Deshalb ist es entscheidend, schnell mobilfreundliche Erlebnisse erstellen und anpassen zu können.“ Lies, wie Andel Energi seine Kampagnen aufbaut.
Welche Spiele sich am besten als Pop-ups eignen, siehst du auf unserer Seite zu Spiel-Pop-ups.
Ladezeiten
Ein Pop-up, das deine Seite verlangsamt, schadet genau den Besuchern, die es konvertieren soll. Und da die Core Web Vitals von Googles Rankingsystemen genutzt werden, zählt die Ladegeschwindigkeit auch für die Suche.
- Verschieb keine Inhalte. Ein Pop-up oder eine Leiste, die die Seite nach dem Laden nach unten schiebt, verursacht Layoutverschiebungen. Overlays, die über der Seite liegen, vermeiden das. Scratcher-Pop-ups werden über der Seite angezeigt, statt in sie eingefügt zu werden.
- Halte Bilder schlank. Komprimiere Hintergründe und Gewinnbilder, besonders für Mobilgeräte.
- Nutze ein einziges Script. Mit Scratcher fügst du einmal ein kleines Script auf deiner Website ein, und es funktioniert für jedes Pop-up, das du danach erstellst.
- Teste auf einem echten Smartphone mit mobiler Verbindung, nicht nur im Büro-WLAN.
Du bist dir nicht sicher, ob ein Pop-up der richtige Ort für deine Kampagne ist? Du kannst das Spiel auch direkt auf einer Seite deiner Website platzieren oder ihm eine eigene Landingpage geben – das passt oft besser zu mobilem Traffic aus Anzeigen und Social Media.
Checkliste: Best Practices für mobile Pop-ups
- Das Pop-up verdeckt nicht den Hauptinhalt, sobald die Leute aus der Suche kommen.
- Auf Mobilgeräten nutzt du einen Teaser, eine Leiste, ein Slide-in oder einen verzögerten Auslöser.
- Der Schließen-Button ist groß und leicht zu finden.
- Das Spiel braucht nur ein Tippen oder Wischen.
- Das Formular fragt zu Beginn nur nach E-Mail-Adresse und Einwilligung.
- Der Text ist ohne Zoomen lesbar.
- Das Pop-up verschiebt keine Seiteninhalte.
- Die Bilder sind komprimiert.
- Du begrenzt, wie oft jeder Besucher es sieht.
- Du hast es auf einem echten Smartphone getestet.
Sammle mobil Anmeldungen – auf die freundliche Art
Mobile Pop-ups sind nicht verboten, und sie können sehr gut funktionieren. Die erfolgreichen respektieren den Besucher: Sie warten, bleiben klein, bis sie eingeladen werden, und lassen sich leicht schließen.
Unser Leitfaden, wie du Pop-ups mit hoher Conversion erstellst, zeigt das komplette Setup. Oder starte deine kostenlose 14-tägige Testphase und sieh dir dein erstes Spiel-Pop-up auf Smartphone, Tablet und Desktop in der Vorschau an, bevor es live geht.




