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Produktberater-Quiz: So baust du ein Quiz, das Produkte empfiehlt

Schritt für Schritt zum Produktberater, der verkauft: Fragen, Logik, Produktfeed, Anmeldung und Follow-up mit den empfohlenen Produkten.

Produktberater-Quiz: So baust du ein Quiz, das Produkte empfiehlt

Ein Produktberater-Quiz stellt Kunden drei bis sechs Fragen zu Bedarf und Geschmack und zeigt danach die zwei oder drei Produkte, die am besten passen, mit Bild und Link zum Kauf. Damit das Quiz verkauft, startest du mit den Fragen, die dein bester Verkäufer stellen würde, ordnest jeder Antwort Produkte zu, fragst E-Mail und Einwilligung gegen einen echten Mehrwert ab und nutzt die Antworten für ein Follow-up, das zu dem passt, was die Leute dir erzählt haben.

Wer sich nicht entscheiden kann, geht oft. Ein großes Sortiment, technische Daten oder eine sehr persönliche Wahl (Hautpflege, Kaffee, ein Fahrrad, eine Wallbox fürs E-Auto) machen die Auswahl schwer. Ein „Welches Produkt passt zu mir?"-Quiz macht, was eine gute Verkäuferin im Laden macht: ein paar Fragen stellen und auf das richtige Regal zeigen. Nebenbei erfährst du, was jede Person braucht. Hier liest du, wie du Fragen planst, Antworten mit Produkten verknüpfst, E-Mails und Präferenzen sammelst und nachfasst.

Was ist ein Produktberater-Quiz?

Ein Produktberater, oft auch Produktfinder genannt, ist eine kurze Fragenreihe mit einer Ergebnisseite, die Produkte empfiehlt. Anders als bei einem Wissensquiz gibt es keine richtigen oder falschen Antworten. Jede Antwort grenzt die Auswahl ein, und das Ergebnis ist eine persönliche Empfehlung.

In Scratcher heißt das Format Produktberater. Du bestimmst die Fragen, welche Antworten zu welchen Produkten führen und was die Ergebnisseite zeigt. Du kannst ihn als Kampagne mit Gewinn laufen lassen oder das ganze Jahr auf deiner Website haben.

Er ist eng verwandt mit dem Persönlichkeitstest, der Leuten einen „Typ" statt eines Produkts gibt. Beides lässt sich kombinieren: ein Stiltest, der mit den passenden Produkten für jeden Stil endet.

Wann lohnt sich ein Produktfinder?

  • Dein Sortiment ist groß. Viele ähnliche Produkte, und Besucher wissen nicht, wo sie anfangen sollen.
  • Deine Produkte sind technisch. Die Leute wissen nicht, welche Spezifikation sie brauchen.
  • Die Wahl ist persönlich. Hauttyp, Geschmack, Passform oder Stil zählen.
  • Du verkaufst Geschenke. Der Käufer weiß nicht, was der Beschenkte mag. Siehe unseren Leitfaden zum Geschenkfinder-Quiz für Weihnachten.
  • Du willst bessere Daten. Du möchtest wissen, wonach jeder Abonnent sucht, nicht nur seine E-Mail.

Ein Beispiel: Zapp fragte, wo die Ladestation installiert werden soll, welches Auto die Leute fahren und wie weit sie fahren, und empfahl dann die passende Ladebox. Das Quiz brachte in zwei Monaten 834 neue Leads zu je 1,50 € und eine Lead-to-Sale-Rate von 10 %.

Schritt 1: Fragen planen

Fang beim Verkaufsteam oder Kundenservice an, nicht beim Produktkatalog. Frag: „Was fragst du einen Kunden, bevor du etwas empfiehlst?" Diese Fragen sind dein Quiz.

Frag nach dem Bedarf, nicht nach technischen Daten

StattFrag lieber
„Welche Ladeleistung brauchst du?"„Wie weit fährst du an einem normalen Tag?"
„Welche Formel bevorzugst du?"„Wie fühlt sich deine Haut am Ende des Tages an?"
„Welcher Röstgrad?"„Wie trinkst du deinen Kaffee?"
„Welche Rahmengröße?"„Wie groß bist du?"

Bleib bei drei bis sechs Fragen

Jede Frage sollte die Empfehlung klar verbessern. Ändert eine Antwort nichts am empfohlenen Produkt, streich die Frage oder verschieb sie als Präferenzfrage ins Anmeldeformular.

Nutze Bilder als Antworten

Bilder sind schneller gewählt als Text, vor allem auf dem Handy. Stell die einfachste Frage an den Anfang, damit der Einstieg leichtfällt.

Schritt 2: Antworten mit Produkten verknüpfen

Hier unterscheidet sich ein Produktberater von einem Quiz. Du brauchst eine klare Logik, welche Antworten zu welchen Produkten führen. In Scratcher gibt es drei Wege:

  • Gruppen: Sortiere die Fragen in Ebenen, damit jede Antwort die Auswahl Schritt für Schritt eingrenzt.
  • Produkt pro Antwort: Verknüpfe Antworten direkt mit bestimmten Produkten.
  • Pfade: Leg eigene Wege durch die Fragen an, für sehr genaue Empfehlungen.

Zeichne die Logik, bevor du sie baust: Fragen untereinander, Produkte nebeneinander. So siehst du schnell, ob manche Produkte nie empfohlen werden oder eines fast immer gewinnt.

Zeig auf der Ergebnisseite zwei oder drei Produkte, nicht zehn: den besten Treffer zuerst und eine günstigere oder hochwertigere Alternative. Jedes Produkt kann eigenen Titel, Bild, Text und einen Link direkt zur Produktseite haben.

Produktfeed anbinden

Bei einem großen Sortiment wird es mühsam, Produkte von Hand aktuell zu halten. Die Tarife Basic und Professional enthalten beide Tracking und Produktfeed, du kannst deine Produktdaten also mit der Kampagne verbinden. Sprich mit unserem Support darüber, wie das zu deinem Onlineshop passt.

Schritt 3: E-Mails und Präferenzen sammeln

Ein Produktberater ist einer der besten Wege, Zero-Party-Daten zu sammeln: Informationen, die Leute dir bewusst geben, etwa Bedarf, Geschmack und Budget.

Wo kommt die Anmeldung hin?

  • Anmeldung vor dem Ergebnis. Mehr E-Mails, aber manche springen ab. Biete etwas dafür, etwa einen Rabattcode auf die empfohlenen Produkte oder die Teilnahme an einer Verlosung.
  • Erst das Ergebnis, dann die Anmeldung. Die Leute sehen zuerst den Nutzen und melden sich dann an, um das Ergebnis per Mail oder einen Rabatt zu bekommen. Weniger Abbrüche, weniger E-Mails.

Mehr zu Quiz-Funnels liest du in unserem Leitfaden zum Lead-Quiz.

Einwilligung

Für Werbe-E-Mails brauchst du nach § 7 Abs. 2 Nr. 2 UWG grundsätzlich die „vorherige ausdrückliche Einwilligung des Adressaten". Nach der DSGVO muss eine Einwilligung freiwillig, für den bestimmten Fall, informiert und unmissverständlich sein und kann jederzeit widerrufen werden. Nutze eine nicht vorangekreuzte Checkbox. Wenn du die Antworten für personalisierte Werbung nutzen willst, erklär das im Einwilligungstext und in der Datenschutzerklärung und lass die Formulierung von deinem Anwalt prüfen.

Dieser Beitrag ist eine allgemeine Information und keine Rechtsberatung.

Antworten ins E-Mail-Tool schicken

Die Antworten nützen nur, wenn sie dort ankommen, wo du Mails verschickst. Schick sie mit unseren Integrationen in dein E-Mail-Tool oder CRM, etwa Klaviyo, Mailchimp oder HubSpot, und segmentiere danach. Mehr über Personalisierung mit Datenanreicherung.

Schritt 4: Mit der Empfehlung nachfassen

Die meisten kaufen nicht in dem Moment, in dem sie das Quiz beenden. Erst das Follow-up macht den Produktberater rentabel.

  1. Sofort: eine Mail mit der Empfehlung und einem Link zu den Produkten, plus Rabattcode, wenn du einen versprochen hast.
  2. Ein paar Tage später: eine Erinnerung an alle, die noch nicht gekauft haben, etwa mit einer Bewertung oder einem kurzen Video zum Produkt.
  3. Später: Nutze die Antworten in deinen regulären Newslettern. Wer „trockene Haut" angegeben hat, bekommt die Winterpflege; wer viel fährt, das Wallbox-Angebot.

BON'A PARTE nutzte sein Outfit-Spiel „My Favourites", um Daten für personalisierte After-Sales-Mails zu sammeln, und Yuaia Haircare nutzte einen Haar-Persönlichkeitstest, um seine Mails zu personalisieren und den Lead-Preis um rund 50 % zu senken.

Wo dein Produktberater hingehört

  • Auf eine Landingpage, geteilt im Newsletter, in Social Media und in Anzeigen.
  • Als Pop-up auf Kategorieseiten. Siehe Pop-ups.
  • Eingebettet auf einer Produkt- oder Ratgeberseite, damit er jeden Tag hilft.
  • Im Laden mit einem QR-Code am Regal, damit Kunden auf dem Handy Rat bekommen, wenn gerade niemand Zeit hat.

Typische Fehler

  • Zu viele Fragen. Streich alles, was das Ergebnis nicht ändert.
  • Ergebnisse, die zufällig wirken. Teste jeden Pfad selbst.
  • Kein Grund, jetzt zu kaufen. Ergänze einen zeitlich begrenzten Rabattcode.
  • Antworten, die im Quiz-Tool bleiben. Wenn die Daten nie im E-Mail-Tool ankommen, geht der Großteil des Werts verloren.

Häufige Fragen

Wie viele Fragen sollte ein Produktberater-Quiz haben?

Drei bis sechs reichen meist. Jede Frage sollte die Empfehlung klar verbessern.

Soll ich vor dem Ergebnis nach der E-Mail fragen?

Das hängt von deinem Ziel ab. Davor bringt mehr E-Mails, danach weniger Abbrüche. Biete in beiden Fällen etwas dafür.

Was ist der Unterschied zwischen Produktberater und Persönlichkeitstest?

Ein Produktberater empfiehlt Produkte. Ein Persönlichkeitstest gibt einen Typ oder ein Profil. Du kannst beides verbinden, indem du jedem Typ Produkte zuordnest.

Kann der Produktberater das ganze Jahr laufen?

Ja. Viele Marken haben ihn fest auf der Website oder als Pop-up, damit er Besuchern hilft und jeden Tag Daten sammelt.

Bau deinen Produktberater

Starte mit einer Vorlage, ergänze Fragen und Produkte und verbinde alles mit deinem E-Mail-Tool. Teste Scratcher 14 Tage kostenlos oder buch einen Termin, und wir helfen dir bei Fragen und Logik.

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