Gamification-Marketing für Hilfsorganisationen und NGOs
Die meisten Menschen, die eine Spendenanzeige sehen, scrollen direkt daran vorbei. Nicht, weil es ihnen egal ist, sondern weil sie noch nicht bereit sind zu geben. Gamification bietet ihnen einen kleineren ersten Schritt: ein Quiz, einen Persönlichkeitstest oder einen Kalender, der in ein, zwei Minuten gespielt ist. Sie lernen etwas über dein Anliegen, und du bekommst die Chance, in Kontakt zu bleiben.
Warum Spiele im Fundraising funktionieren
- Neugier kommt vor dem Geben. WWF Dänemark hat festgestellt, dass der Weg vom ersten Kontakt bis zur Spende länger ist als früher. Mit einem Quiz beschäftigen sich die Menschen mit deinem Anliegen, lange bevor du um Geld bittest.
- Wer spielt, ist ein wärmerer Kontakt. Diese Menschen haben sich bewusst Zeit für dein Thema genommen. Das Telefonmarketing-Team von MS-forbundet fand die Gespräche mit ihnen leichter.
- Die Beziehung gehört dir. Jede Anmeldung landet in deinem eigenen E-Mail-Tool oder CRM, sodass du weniger von bezahlten Anzeigen und wechselnden Plattformregeln abhängst.
So planst du eine gamifizierte Fundraising-Kampagne
1. Wähle ein Ziel
Leg fest, ob die Kampagne neue Unterstützer finden, bestehende aufwärmen oder Geschenkurkunden und Merchandise verkaufen soll. Ein klares Ziel macht es leichter, Format, Gewinn und Follow-up zu wählen.
2. Wähle ein Format, das Wissen vermittelt
Ein Quiz ist der Klassiker für Hilfsorganisationen: Teste, was die Menschen wissen, und teile einen Fakt nach dem anderen. Ein Persönlichkeitstest wie „Was ist dein Seelentier?“ vom WWF lässt sich leicht in sozialen Medien teilen. Ein Weihnachtskalender hält deine bestehenden Unterstützer den ganzen Dezember über nah.
3. Hol die Einwilligung richtig ein
Frag nur ab, was du brauchst – meist Name und E-Mail-Adresse, manchmal eine Telefonnummer. Schreib deinen eigenen Einwilligungstext, nutze Double-Opt-in und mach klar, wozu die Menschen Ja sagen. Mehr dazu, wie du mit Spielen Anmeldungen sammelst.
4. Plane, was nach dem Spiel passiert
Das Spiel ist der Anfang, nicht das Ende. Schick neue Kontakte in einen Willkommensablauf, der mehr über deine Arbeit erzählt, und bitte dann per E-Mail, SMS oder Telefon um Unterstützung. MS-forbundet hat die Teilnehmer seines Quiz angerufen, und 9 % der Erreichten wurden regelmäßige Spender.
5. Miss die Kosten pro Spender, nicht nur pro Lead
Ein Lead ist nur dann günstig, wenn daraus Unterstützung wird. Verfolge deine neuen Kontakte über längere Zeit und vergleiche die Kosten pro Spender mit deinen anderen Kanälen. Unsere Statistiken zeigen dir nahezu in Echtzeit, wie viele Menschen die Kampagne besuchen, spielen und sich anmelden.
Gewinne, die zu einem guten Zweck passen
Gewinne müssen nicht teuer sein, und sie sollten zu deiner Mission passen. Ideen, die bei Hilfsorganisationen gut funktionieren:
- Ein von einem Partner gesponserter Gewinn. Beim Weihnachtsquiz von Red Barnet kamen die Gewinne von HUAWEI.
- Nützliches Wissen. AIDS-Fondet bot einen kostenlosen Leitfaden zum Verfassen eines Testaments an.
- Artikel aus deinem eigenen Webshop, die die Menschen zugleich in deinen Shop bringen.
Halte Unterstützer das ganze Jahr nah
Fundraising ist nicht eine große Kampagne. Plane Spiele rund um die Momente, die deinen Unterstützern ohnehin wichtig sind: Weihnachten, deine nationale Sammelaktion oder eine Themenwoche zu deinem Anliegen. Eine wiederkehrende Kampagne wie der Weihnachtskalender von WWF Dänemark gibt den Menschen einen Grund wiederzukommen und hält dich auf eine Weise in ihrem Postfach, die sie mögen. Sieh dir an, wie du Menschen zum Wiederkommen bringst, hol dir weitere Ideen in unserem Blog zur Gamification-Strategie für NGOs oder lies die ganze Geschichte von WWF Dänemark.




















