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Sicherheits-FAQ

Antworten auf deine Sicherheitsfragen

Alles, was deine IT-, Rechts- und Einkaufsabteilung darüber wissen möchte, wie Scratcher deine Daten schützt – von ISO 27001 und DSGVO bis zu Hosting, Verschlüsselung und dem Umgang mit Sicherheitsvorfällen.

Zertifizierung und Compliance

Ist Scratcher nach ISO 27001 zertifiziert?

Ja. Die Scratcher ApS ist nach ISO/IEC 27001:2022 zertifiziert, der internationalen Norm für Informationssicherheits-Managementsysteme (ISMS). Das Zertifikat wurde von Bureau Veritas Certification unter Akkreditierung (FINAS) ausgestellt, Zertifikatsnr. FIHSK27150F, gültig bis 7. November 2028. Wir sind seit November 2022 zertifiziert.

Zertifikat herunterladen (PDF)

Was umfasst die Zertifizierung?

Der zertifizierte Geltungsbereich umfasst Entwicklung, Vertrieb und Support von Software für interaktive Kampagnen, Marketing und damit verbundene Aktivitäten, einschließlich der Erhebung von Daten und Einwilligungen. In der Praxis deckt das die Scratcher-Plattform, die darauf laufenden Kampagnen, unsere Prozesse und die dahinterliegende Cloud-Infrastruktur ab.

Wie wird die Zertifizierung aufrechterhalten?

Bureau Veritas führt jedes Jahr ein externes Überwachungsaudit und alle drei Jahre ein Rezertifizierungsaudit durch. Vor jedem externen Audit führen wir ein internes Audit aller ISMS-Prozesse sowie eine Managementbewertung durch.

Können wir die Erklärung zur Anwendbarkeit (SoA) einsehen?

Ja. Unsere Erklärung zur Anwendbarkeit (Statement of Applicability) ist den Controls aus ISO/IEC 27001:2022 Anhang A (ISO/IEC 27002:2022) zugeordnet und zeigt, welche Controls gelten und wie sie umgesetzt sind. Enterprise-Kunden können sie anfordern.

Seid ihr DSGVO-konform?

Ja. Wir verarbeiten personenbezogene Daten im Einklang mit der EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO). Für Kampagnendaten bist du der Verantwortliche und Scratcher der Auftragsverarbeiter (Artikel 28), auf Grundlage eines Auftragsverarbeitungsvertrags (AVV).

Habt ihr einen SOC-2- oder ISAE-3000-Bericht?

Nein. Unsere Informationssicherheit ist stattdessen nach ISO/IEC 27001:2022 zertifiziert, und wir stellen das Zertifikat und die Erklärung zur Anwendbarkeit als Nachweisdokumentation bereit.

Können wir Scratcher auditieren?

Unser ISO-27001-Zertifikat und die Erklärung zur Anwendbarkeit decken die meisten Anforderungen an Audits und Lieferantenbewertungen ab. Brauchst du ein zusätzliches Audit, stimmen wir Umfang, Zeitpunkt und eventuelle Kosten vorab mit dir ab.

Datenschutz und DSGVO

Wem gehören die Daten?

Dir. Du behältst alle Rechte an deinen Daten (Kundendaten), und wir verarbeiten sie nur, um den Service zu erbringen – wie in unseren Bedingungen und im Auftragsverarbeitungsvertrag beschrieben.

Schließt ihr einen Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) ab?

Ja. Für jeden Kunden gilt unser Auftragsverarbeitungsvertrag nach Artikel 28 DSGVO. Enterprise-Kunden können außerdem einen AVV auf Basis der Standardvertragsvorlage der dänischen Datenschutzbehörde (Datatilsynet) nutzen.

Welche Unterauftragsverarbeiter setzt ihr ein?

Wir setzen eine kleine Zahl sorgfältig ausgewählter Unterauftragsverarbeiter ein, zum Beispiel Amazon Web Services (AWS) für das Hosting und einen Anbieter für den Versand von Transaktions-E-Mails. Jeder Unterauftragsverarbeiter ist an einen Auftragsverarbeitungsvertrag gebunden. Die aktuelle Liste ist Teil unseres AVV und auf Anfrage erhältlich.

Werden wir über neue Unterauftragsverarbeiter informiert?

Ja. Wir informieren dich mindestens 14 Tage, bevor wir einen Unterauftragsverarbeiter hinzufügen oder ersetzen, der deine personenbezogenen Daten verarbeitet. Wenn du die Änderung nicht akzeptierst, kannst du den Vertrag kündigen.

Werden Daten außerhalb der EU/des EWR übermittelt?

Alle Kundendaten werden in der EU gespeichert. Verarbeitet ein Unterauftragsverarbeiter personenbezogene Daten außerhalb der EU/des EWR, zum Beispiel für KI-Funktionen oder Bot-Schutz, ist die Übermittlung durch die Standardvertragsklauseln (SCC) der EU-Kommission oder das EU-US Data Privacy Framework (DPF) abgesichert.

Nutzt ihr unsere Daten für andere Zwecke?

Nein. Wir verarbeiten deine Daten nur auf deine Weisung, um den Service zu erbringen (Zweckbindung). Wir verkaufen deine Daten nie und nutzen sie auch nicht für unser eigenes Marketing.

Können wir die erhobenen personenbezogenen Daten begrenzen?

Ja. Du entscheidest, welche Formularfelder jede Kampagne hat und welche davon Pflichtfelder sind – so erhebst du nur die Daten, die du wirklich brauchst (Datenminimierung).

Wie lange speichert ihr personenbezogene Daten?

Du legst die Aufbewahrungsdauer fest. Du kannst Teilnehmerdaten jederzeit löschen oder eine automatische Löschung einrichten, zum Beispiel eine bestimmte Anzahl von Tagen nach Kampagnenende. Die maximale Aufbewahrungsdauer ist in deinem Auftragsverarbeitungsvertrag festgelegt.

Können wir unsere Daten exportieren?

Ja. Du kannst Teilnehmer und Leads jederzeit als CSV exportieren, sie über unsere Integrationen automatisch an deine eigenen Systeme senden oder über unsere REST-API abrufen (Datenübertragbarkeit).

Was passiert mit unseren Daten, wenn der Vertrag endet?

Deine Daten werden nach Ende deines Abonnements gelöscht, gemäß unseren Bedingungen und dem Auftragsverarbeitungsvertrag. Kopien in Backups werden überschrieben, sobald die Backups rotieren. Exportiere alles, was du behalten möchtest, bevor dein Abonnement endet.

Wie geht ihr mit Betroffenenanfragen um?

Als Verantwortlicher bearbeitest du Anfragen von Teilnehmern, etwa auf Auskunft, Berichtigung oder Löschung (Artikel 15–17 DSGVO). Du kannst Teilnehmerdaten in der Plattform finden, exportieren und löschen, und unser Team hilft dir bei Bedarf.

Hosting und Infrastruktur

Wo werden die Daten gespeichert?

Alle Kundendaten werden in Rechenzentren von Amazon Web Services (AWS) in der EU gespeichert. Wir betreiben keine eigenen Server, daher übernimmt AWS die physische und umgebungsbezogene Sicherheit – AWS ist nach ISO 27001, SOC 2 und weiteren anerkannten Standards zertifiziert.

Wie ist die Infrastruktur geschützt?
  • Netzwerkisolation: Alle Server und Datenbanken laufen in einem privaten Netzwerk (Amazon VPC), das aus dem Internet nicht erreichbar ist.
  • Schutz am Netzwerkrand: Nur die Load Balancer (ALB) und das Content Delivery Network (Amazon CloudFront) sind öffentlich, und sie sind durch eine Web Application Firewall (AWS WAF) geschützt.
  • Unveränderliche Infrastruktur: Server laufen als Container, die nie manuell verändert werden. Wir ersetzen sie durch neue, getestete Versionen, und es gibt keinen SSH-Zugriff.
  • Verwaltete Datenbanken: Datenbanken laufen auf Amazon RDS, einem von AWS verwalteten Datenbankdienst.
Seid ihr vor DDoS-Angriffen geschützt?

Ja. Der gesamte Datenverkehr läuft über Amazon CloudFront und AWS WAF, die schädliche Anfragen filtern und große Lastspitzen abfangen (DDoS-Schutz), bevor sie unsere Server erreichen.

Wie werden die Daten verschiedener Kunden getrennt?

Scratcher ist eine mandantenfähige Plattform. Die Daten jedes Kunden sind logisch nach Konto getrennt (Mandantentrennung), und jede Anfrage wird autorisiert, sodass Nutzer nur Daten aus den Konten sehen, auf die sie Zugriff haben.

Protokolliert ihr Zugriffe und Änderungen?

Ja. API-Aufrufe und Änderungen an unserer AWS-Umgebung werden in einem verschlüsselten, manipulationssicheren Audit-Trail erfasst (AWS CloudTrail mit Validierung der Logdateien), und Anwendungslogs werden zentral gesammelt (Amazon CloudWatch). In deinem Konto siehst du im Aktivitätsprotokoll, was deine Nutzer getan haben.

Wer betreibt die Infrastruktur?

Wir betreiben die Infrastruktur gemeinsam mit einem spezialisierten DevOps-Partner, der selbst nach ISO 27001 zertifiziert ist. Partner erhalten nur die Zugriffe, die ihre Arbeit erfordert (Least Privilege).

Wie überwacht ihr die Plattform?

Die Plattform wird alle 30 Sekunden automatisch aus mehreren AWS-Regionen geprüft (Uptime-Monitoring). Unser Betriebsteam wird automatisch alarmiert, wenn etwas schiefläuft, und die meisten Probleme werden innerhalb von Minuten erkannt. Anwendungsfehler werden mit Error-Monitoring erfasst.

Ist die Plattform vor Bots und Missbrauch geschützt?

Ja. Im Hintergrund läuft eine automatische Missbrauchserkennung, und Kampagnen können Bot-Schutz (Cloudflare Turnstile), Teilnahmelimits, Verifizierungscodes sowie Sperrlisten für E-Mail-Adressen und Telefonnummern nutzen.

Verschlüsselung

Werden Daten bei der Übertragung verschlüsselt?

Ja. Der gesamte Datenverkehr zur Plattform, zu den Kampagnen und zur API ist mit TLS (HTTPS) verschlüsselt.

Werden gespeicherte Daten verschlüsselt?

Ja. Datenbanken, Dateien und Backups werden im Ruhezustand über AWS mit AES-256 verschlüsselt.

Wer verwaltet die Schlüssel?

Die Schlüssel werden von AWS verwaltet (AWS-managed Keys) und stehen nur den Diensten zur Verfügung, die sie benötigen.

Wie schützt ihr Zugangsdaten für unsere Integrationen?

Zugangsdaten für deine Integrationen, etwa API-Schlüssel für dein E-Mail-Tool oder CRM, werden vor dem Speichern zusätzlich in der Anwendung mit AES-256 verschlüsselt (Verschlüsselung auf Anwendungsebene).

Wie werden Passwörter gespeichert?

Passwörter werden nie im Klartext gespeichert. Sie werden mit bcrypt gehasht und gesalzen, einem speziell für Passwörter entwickelten Algorithmus.

Zugriff und Login

Unterstützt ihr Single Sign-on (SSO)?

Ja. Dein Team kann sich mit seinem Google-Konto anmelden (Google SSO).

Unterstützt ihr Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA/MFA)?

Ja. Jeder Nutzer kann die Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) mit einer Authenticator-App wie Google Authenticator oder Microsoft Authenticator aktivieren (zeitbasierte Einmalpasswörter, TOTP), und es werden Wiederherstellungscodes bereitgestellt. Zwei-Faktor-Versuche sind begrenzt.

Wie sind Login-Sitzungen geschützt?

Login-Sitzungen nutzen sichere HTTP-only-Cookies und enden nach einer gewissen Zeit der Inaktivität automatisch (Session-Timeout). Jeder Nutzer kann sich außerdem von allen anderen Browsersitzungen abmelden.

Sind Login-Versuche begrenzt?

Ja. Login- und Zwei-Faktor-Versuche sind begrenzt, um vor Brute-Force-Angriffen und dem Erraten von Passwörtern zu schützen.

Können wir steuern, was jeder Nutzer darf?

Ja. Der Zugriff wird über Rollen und Berechtigungen gesteuert (rollenbasierte Zugriffskontrolle, RBAC), und zwar auf zwei Ebenen:

  • Kontorollen: Owner, Admin, Manager, Analyst und Support, jeweils mit unterschiedlichen Rechten für Nutzer, Abrechnung, Kampagnen und Daten.
  • Kampagnenberechtigungen: Du kannst jeder Person Zugriff auf bestimmte Kampagnen geben und festlegen, was sie dort tun darf – zum Beispiel gestalten, Texte schreiben, Gewinne und Gewinner verwalten oder nur prüfen.

Im Aktivitätsprotokoll siehst du, was deine Nutzer getan haben.

Ist die API sicher?

Ja. Unsere REST-API funktioniert nur über HTTPS, nutzt persönliche Zugriffstoken und ist ratenbegrenzt. Webhooks von Scratcher werden mit einem gemeinsamen Geheimnis signiert (HMAC-Signatur), sodass du prüfen kannst, dass sie von uns stammen.

Können Mitarbeiter von Scratcher unsere Daten sehen?

Nur Mitarbeiter, die für ihre Arbeit Zugriff brauchen, und nur dann, wenn sie ihn brauchen (Need-to-know). In deinen Kontoeinstellungen entscheidest du, ob unser Support-Team auf dein Konto zugreifen darf, um dir zu helfen.

Wie schützt ihr die Zugänge eurer eigenen Mitarbeiter?

Zugriffe folgen dem Least-Privilege-Prinzip, nutzen individuelle Benutzerkonten und werden mindestens einmal im Jahr überprüft. Mitarbeiter verwenden einen Passwortmanager, wo möglich Multi-Faktor-Authentifizierung und verschlüsselte Laptops, und Zugänge werden entzogen, sobald jemand das Unternehmen verlässt (Offboarding).

Backups, Kontinuität und Vorfälle

Wie sichert ihr Daten?

Datenbanken und Server werden täglich automatisch gesichert, und Backups werden mindestens sieben Tage aufbewahrt. Backups sind verschlüsselt, getrennt von den Produktivsystemen in hochverfügbarem AWS-Speicher (Amazon S3) abgelegt und können nur von Administratoren gelesen werden. Vor jeder Wiederherstellung nach einem Vorfall wird zunächst ein zusätzliches Backup erstellt. Wiederherstellungen werden mindestens einmal im Jahr getestet.

Was passiert bei einem Ausfall?

Wir haben Pläne für Business Continuity und Disaster Recovery (BC/DR) für Ausfälle bei AWS, Ausfälle der Plattform und Angriffe auf Kampagnen. Die Pläne werden jedes Jahr überprüft und geübt. Dauert ein Ausfall länger als eine Stunde, werden alle Kunden per E-Mail informiert. Unser Betriebsteam reagiert auf Ausfälle innerhalb von 1 Stunde während der Geschäftszeiten und innerhalb von 3 Stunden außerhalb der Geschäftszeiten, mit Rufbereitschaft rund um die Uhr.

Bietet ihr ein Service Level Agreement (SLA) an?

Support ist in jedem Abonnement enthalten. Enterprise-Kunden können mit uns individuelle Servicelevel vereinbaren.

Wie geht ihr mit Sicherheitsvorfällen um?

Wir folgen einem dokumentierten Incident-Management-Prozess: Vorfälle werden unserem Informationssicherheitsbeauftragten gemeldet, bewertet, eingedämmt, auf ihre Ursache hin analysiert (Ursachenanalyse) und mit Korrekturmaßnahmen nachbereitet. Jeder Vorfall wird protokolliert und überprüft.

Werden wir über eine Datenschutzverletzung informiert?

Ja. Betrifft eine Verletzung deine personenbezogenen Daten, informieren wir dich unverzüglich und innerhalb von 24 Stunden und unterstützen dich bei deiner eigenen Meldung an die Aufsichtsbehörde innerhalb von 72 Stunden (Artikel 33 und 34 DSGVO).

Gab es bei euch schon Sicherheitsverletzungen?

In unserer letzten jährlichen Überprüfung des Informationssicherheits-Managementsystems wurde keine Verletzung der Vertraulichkeit oder Integrität von Kundendaten festgestellt.

Wie melde ich eine Sicherheitslücke?

Bitte schreib an contact@scratcher.io mit so vielen Details wie möglich. Wir folgen einer Richtlinie zur Offenlegung von Schwachstellen (Responsible Disclosure), prüfen jede Meldung und melden uns bei dir.

Sichere Entwicklung

Wie entwickelt ihr Software sicher?

Wir folgen einem dokumentierten sicheren Softwareentwicklungszyklus (SDLC) auf Basis von ISO/IEC 27001:2022 (Controls 8.25–8.33). Jedes Feature hat einen Verantwortlichen, der von der Idee bis zur Außerbetriebnahme für die Sicherheit zuständig ist, und Sicherheitsanforderungen werden bereits in der Spezifikations- und Designphase festgelegt.

Auf welchen Sicherheitsprinzipien baut ihr auf?
  • Security by Design und by Default: Sicherheit ist von Anfang an eingebaut, und die sichersten Einstellungen sind der Standard.
  • Least Privilege: Personen, Dienste und Partner erhalten nur die Zugriffe, die sie brauchen – und nicht mehr.
  • Defence in Depth: mehrere unabhängige Schutzebenen, damit ein einzelner Fehler keine Daten offenlegt.
  • Default Deny: Zugriff ist gesperrt, sofern er nicht ausdrücklich erlaubt wurde.
  • Zero Trust: Nie vertrauen, immer prüfen. Jede Anfrage wird authentifiziert und autorisiert, egal ob sie aus dem Netzwerk oder von außen kommt.
  • Fail Securely und Assume Breach: Systeme sind so gebaut, dass sie sicher bleiben, wenn etwas schiefgeht.
  • Least Functionality: Nur die Funktionen und Dienste, die benötigt werden, sind aktiviert.
  • Externen Eingaben misstrauen: Alle Eingaben werden validiert.
Wie wird Code geprüft und getestet?

Sämtlicher Code liegt in einer Versionsverwaltung (Git), und jede Änderung durchläuft einen Pull Request mit Code-Review durch Kollegen, bevor sie gemergt wird. Automatisierte Unit-, Feature- und Architekturtests laufen bei jedem Pull Request, und die Architekturtests verhindern, dass unsichere Codemuster gemergt werden. Linting und automatisiertes Refactoring laufen bei jedem Commit, und Design- sowie technische Änderungen werden von unserem CTO freigegeben.

Wie schützt ihr euch vor gängigen Web-Schwachstellen?

Die Plattform basiert auf etablierten, aktiv gepflegten Frameworks (Laravel und Vue) mit eingebautem Schutz vor gängigen Schwachstellen aus den OWASP Top 10, etwa SQL-Injection, Cross-Site-Scripting (XSS) und Cross-Site-Request-Forgery (CSRF). Alle Eingaben werden auf dem Server validiert, und sensible Endpunkte sind ratenbegrenzt. Verdächtige Anfragen werden protokolliert und überprüft.

Sind Entwicklung, Test und Produktion getrennt?

Ja. Entwicklung, Test (Staging) und Produktion sind getrennte Umgebungen mit getrennten Zugriffen. Änderungen werden im Staging getestet, bevor sie in die Produktion gelangen, und laut unserer Richtlinie werden Produktivdaten nicht in Entwicklungs- oder Testumgebungen kopiert.

Wie spielt ihr Änderungen aus?

Änderungen werden über eine automatisierte CI/CD-Pipeline ausgerollt, die für jedes Release ein neues, versioniertes Container-Image erstellt. Datenbankänderungen laufen als kontrollierter Schritt des Deployments, und da jedes Release ein eigenes Image ist, können wir bei Bedarf schnell auf die vorherige Version zurückgehen. Keine einzelne Person kann die Produktion ohne Prüfung und Freigabe ändern (Funktionstrennung).

Wie schützt ihr den Quellcode?

Unser Quellcode liegt in privaten Repositorys mit Zugriffskontrolle und vollständiger Versionshistorie. Secrets wie Passwörter und API-Schlüssel werden nie im Code gespeichert, sondern im AWS Secrets Manager abgelegt und zur Laufzeit eingebunden.

Wie verwaltet ihr Bibliotheken von Drittanbietern?

Wir verwenden nur bekannte, aktiv gepflegte Open-Source-Bibliotheken aus seriösen Quellen. Neue Bibliotheken müssen vor dem Einsatz freigegeben werden, Versionen werden fixiert (Lock-Dateien) und Abhängigkeiten werden laufend aktualisiert (Sicherheit der Software-Lieferkette).

Wie geht ihr mit Schwachstellen um?

Unsere Entwickler führen jede Woche ein Sicherheitsreview durch (Schwachstellenmanagement). Schwachstellen, die unser Team oder unsere Tools finden oder die uns gemeldet werden, werden bewertet, priorisiert und behoben – und bei Bedarf über unseren Incident-Prozess bearbeitet.

Sind eure Entwickler in sicherer Programmierung geschult?

Ja. Unsere Entwickler folgen Richtlinien für sichere Programmierung und erhalten zu Beginn und fortlaufend Schulungen zum Sicherheitsbewusstsein.

Wie bewertet ihr Risiken?

Wir führen eine Risikobewertung auf Basis von Eintrittswahrscheinlichkeit und Auswirkung durch. Risiken werden jeden Monat überprüft, und jedes Risiko wird mindestens einmal im Jahr neu bewertet (Risikomanagement).

Menschen und Organisation

Wer ist für die Informationssicherheit verantwortlich?

Unser CTO ist Informationssicherheitsbeauftragter (ISM), und die Geschäftsleitung genehmigt unsere Informationssicherheitsrichtlinien. Die Richtlinien werden jedes Jahr überprüft.

Welche Informationssicherheitsrichtlinien habt ihr?

Unser Informationssicherheits-Managementsystem (ISMS) umfasst genehmigte Richtlinien unter anderem zu:

  • Informationssicherheit und zulässiger Nutzung
  • Informationsklassifizierung und Informationsübermittlung
  • Zugriffskontrolle und Kryptografie (einschließlich Schlüsselverwaltung)
  • Lieferantenbeziehungen und Cloud-Diensten
  • Schutz personenbezogener Daten (PII) und Aufzeichnungen
  • Remote-Arbeit, Clean Desk und Clear Screen, Endgeräten und Wechseldatenträgern
  • Protokollierung und Überwachung, Backup und Datenaufbewahrung
  • Schwachstellenmanagement und Offenlegung von Schwachstellen
  • Einsatz von KI

Die Richtlinien werden von der Geschäftsleitung genehmigt, allen Mitarbeitern kommuniziert und jedes Jahr überprüft.

Werden Mitarbeiter überprüft und geschult?

Ja. Neue Mitarbeiter durchlaufen vor ihrem Start eine Hintergrundprüfung, unterzeichnen Vertraulichkeitsvereinbarungen (NDA) und erhalten zu Beginn und fortlaufend Schulungen zum Sicherheitsbewusstsein.

Wo arbeiten eure Mitarbeiter?

Scratcher ist ein Remote-first-Unternehmen. Unsere Richtlinie für Remote-Arbeit verlangt sichere Homeoffices, Bildschirmsperre, verschlüsselte Geräte, geschütztes WLAN (WPA2/WPA3) und VPN in öffentlichen Netzwerken.

Klassifiziert ihr Informationen?

Ja. Informationen werden nach Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit (CIA) klassifiziert und entsprechend ihrer Stufe behandelt.

Wie bewertet ihr eure Lieferanten?

Lieferanten werden hinsichtlich Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit bewertet, bevor wir sie einsetzen (Lieferantenrisikomanagement). Sicherheitsanforderungen sind Teil unserer Verträge, und Lieferanten werden regelmäßig überprüft.

KI

Welche KI-Anbieter nutzt ihr?

Unsere KI-Funktionen, darunter der KI-Assistent Rex, nutzen große Sprachmodelle (LLMs) von Google Gemini und Bildmodelle von fal.ai. Die Anbieter werden in unserem Lieferantenprozess bewertet, und unsere Richtlinie zur KI-Nutzung regelt, wie KI eingesetzt wird.

Ist bei KI-Entscheidungen ein Mensch beteiligt?

Ja. Unsere KI-Richtlinie verlangt menschliche Aufsicht (Human in the Loop) bei wichtigen Entscheidungen. Änderungen mit KI erfolgen im Editor, und dein Team entscheidet, wann eine Kampagne veröffentlicht wird. Rex und die anderen KI-Funktionen nehmen nur dann Änderungen vor, wenn jemand aus deinem Team sie darum bittet.

Kampagnen und Teilnehmer

Welche Cookies verwenden Kampagnen?

Standardmäßig verwenden Kampagnen nur funktionale Cookies und Speicher: Cookies, die den Datenverkehr zwischen unseren Servern verteilen (Load-Balancer-Cookies), den lokalen Speicher im Browser, zum Beispiel um sich zu merken, dass jemand bereits gespielt hat, und bei Pop-ups, die in deine Website eingebettet sind, Cookies, die steuern, wie oft das Pop-up angezeigt wird. Wenn du ein eigenes Tracking einbindest, zum Beispiel Google Tag Manager oder den Meta Pixel, wird es erst geladen, nachdem der Teilnehmer im Cookie-Banner der Kampagne eingewilligt hat. Ist Bot-Schutz (Cloudflare Turnstile) aktiviert, verarbeitet auch Cloudflare technische Daten wie die IP-Adresse und Browsersignale.

Können wir in Kampagnen um Einwilligung bitten?

Ja. Du schreibst deine eigenen Einwilligungstexte und Bedingungen, wählst aus, welche Felder Pflicht sind, und kannst Double-Opt-in für Newsletter-Anmeldungen nutzen.

Wie werden E-Mails an Teilnehmer versendet?

Transaktions-E-Mails wie Gewinn-E-Mails werden über unseren E-Mail-Versanddienstleister verschickt. Du kannst sie von deiner eigenen Domain senden, damit die Teilnehmer den Absender wiedererkennen.

Können Kampagnen auf unserer eigenen Domain laufen?

Ja. In den Paketen Professional und Enterprise können Kampagnen auf deiner eigenen Webadresse laufen (eigene Domain), und E-Mails an Teilnehmer können von deiner eigenen Domain versendet werden.

Dokumente und Kontakt

Welche Dokumente können wir bekommen?
  • ISO/IEC-27001:2022-Zertifikat: hier herunterladen
  • Erklärung zur Anwendbarkeit (SoA), auf Anfrage
  • Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV), einschließlich der Liste der Unterauftragsverarbeiter
  • Antworten auf deinen Sicherheitsfragebogen oder deine Lieferantenbewertung
Könnt ihr unseren Sicherheitsfragebogen ausfüllen?

Ja. Schick uns deinen Sicherheitsfragebogen oder deine Lieferantenbewertung, und wir füllen sie aus. Viele Fragen sind bereits auf dieser Seite beantwortet.

An wen wenden wir uns bei Sicherheitsfragen?

Schreib an contact@scratcher.io oder buch einen Termin. Scratcher ApS, CVR 38552864.